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17.3

Versicherungsdichte Elementarschäden

Absicherungen gegen Elementarschäden nehmen zu

Anteil der Wohngebäude [%], die in NRW gegen Elementarschäden wie u. a. Überschwemmungen, Starkregen, Erdrutsche, Schneedruck und Lawinen versichert sind, im Zeitraum 2014-2020 (Datengrundlage: GDV, Serviceteil Naturgefahrenreport 2021; Wert für 2020 vorläufig).

Datenstand 31.12.2020
Messgröße Versicherungsdichte der erweiterten Elementarschadenversicherung [%]
Räumliche Abdeckung Nordrhein-Westfalen (NRW)
Datenquelle Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. (GDV)
Fortschreibungsturnus jährlich
DPSIR-Indikator Response
  • Bezug zum Klimawandel

    Aufgrund des Klimawandels werden Extremwetterereignisse voraussichtlich zunehmen. Insbesondere durch Stürme und Hochwasser könnten Häuser und Wohnungen künftig stärker gefährdet sein. Während der Abschluss einer Wohngebäudeversicherung gegenüber Sturm und Hagel in Deutschland heute fast eine Selbstverständlichkeit darstellt, hat sich der Abschluss von erweiterten Elementarschadenversicherungen (eEV) für den Fall von Schäden durch Starkregen und Hochwasser noch nicht in der Breite durchgesetzt. Um ausreichend große Risikogemeinschaften zu bilden, die erschwingliche Versicherungsprämien sicherstellen, ist eine hohe Versicherungsdichte jedoch auch in der erweiterten Elementarschadenversicherung wichtig.

  • Definition und Berechnung

    Wer sein Haus nicht nur gegen Sturm- und Hagelschäden versichern möchte, benötigt zusätzlich eine Elementarschadenversicherung. Diese deckt Schäden ab, die infolge von Starkregen, Hochwasser, Schneedruck und Erdrutschen entstehen. Auch Schadensereignisse, die nicht mit dem Klimawandel in Verbindung stehen, wie Erbeben, Erdsenkungen und Vulkanausbrüche sind üblicherweise in Elementarschadenversicherungen enthalten. 

    Für alle Zeitreihen erfolgt eine Trendberechnung nach der Methode des Umweltbundesamtes zum Monitoringbericht 2019 zur Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel, kurz "DAS - Methode" genannt. Die Entwicklung der Trends wird tabellarisch dargestellt. Zusätzlich wird die Veränderung über die Zeitreihe berechnet. Für eine kurze Einführung in die Trendberechnung steht ihnen die Seite zur Methodik im Serviceteil zur Verfügung.

    Literatur:

    GDV – Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (2021b): Serviceteil zum Naturgefahrenreport 2021. https://www.gdv.de/resource/blob/71296/ 4682dd50c4ffdedb048e56020213f35e/ download-serviceteil-naturgefahren-report-data.pdf (21.10.2021)

  • Zeitreihe und Trend

    Über die gesamte Zeitreihe (2014-2020) liegt der Mittelwert der Gebäude mit einer erweiterten Elementarversicherung bei 40,7 %.

    Die Signifikanzprüfung nach der "DAS - Methode" ergab, dass die Versicherungsdichte  in den vergangenen Jahren signifikant linear ansteigt. Seit Beginn der Zeitreihe konnte ein Anstieg um 13,1 % (Vergleich Beginn und Ende der linearen Trendlinie) beobachtet werden.

    Nordrhein-Westfalen liegt im Hinblick auf die Versicherungsdichte in der erweiterten Elementatschadenversicherung im bundesweiten Durchschnitt. Zum ersten Mal konnte im Jahr 2020 mir 47% der bundesweite Mittelwert leicht übertroffen werden (Mitteilung vom Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV)). 

    Zeitreihe
    (2014-2020)
    TrendMittelwertÄnderung
    Versicherungsdichte Elementarschäden in %+s40,713,1
  • Legende Trendsymbole

    Trendbeschreibung

    kssteigender Trend
    kffallender Trend
    kuTrend mit Trendumkehr: zuerst fallend, dann steigend
    knTrend mit Trendumkehr: zuerst steigend, dann fallend
    kqfallender quadratischer Trend
    ktkein Trend

    Trendbewertung

    +s+f+u
    +n+q
    günstige Entwicklung
    -s-f-u
    -n-q
    ungünstige Entwicklung
    kskfku
    knkqkt
    keine Bewertung der Entwicklung möglich oder gleichzeitig günstige und ungünstige Entwicklungsaspekte vorhanden

     

  • Stärken des Indikators

  • Schwächen des Indikators

  • Weiterentwicklung des Indikators

  • Datenquellen / Ergänzungen

Jahr 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020
Anteil an Wohngebäuden mit Volldeckung [%] 34 36 39 41 43 45 47