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17.2

Elementarschäden

Erhöhte Schäden durch Starkregen und Hochwasser

Schadenhäufigkeit (Anzahl der Schäden auf die Anzahl der Verträge (in Prozent)) und Schadensatz (Verhältnis des Schadenaufwandes zu den versicherten Werten (in Promille)) der erweiterten Elementarschadenversicherung in NRW 2002-2019 (Datengrundlage: GDV, Serviceteil Naturgefahrenreport 2021).

Datenstand 31.12.2019
Messgröße Schadenshäufigkeit [%] in der erweiterten Elementarschadenversicherung, Schadensatz [‰] in der erweiterten Elementarschadenversicherung
Räumliche Abdeckung Nordrhein-Westfalen (NRW)
Datenquelle Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. (GDV)
Fortschreibungsturnus jährlich
DPSIR-Indikator Impact
  • Bezug zum Klimawandel

    Neben Sturm und Hagel können auch Starkregen und Hochwasser zu schweren Schäden an Gebäuden führen. Durch das in Häuser und Wohnungen von außen eindringende Wasser, dem Rückstau aus der Kanalisation oder durch Schlamm, Öl und andere Stoffe, die das Wasser im Gebäude verteilt, können massive Schäden entstehen. Weitere Gefahrenquellen stellen Erdrutsche, Erdsenkungen oder winterliche Schneelasten infolge intensiver Schneefälle dar. Insbesondere für Starkregen und Hochwasser wird im Zuge des Klimawandels ein häufigeres Auftreten erwartet. Diese können über die erweiterte Elementarschadenversicherung abgesichert werden. Bei ausreichender Versicherungsdichte kann die erweiterte Elementarschadenversicherung ergänzend zur verbundenen Wohngebäudeversicherung Auskunft über eine mögliche Zunahme von Schäden durch klimabedingte Extremwetterereignisse geben.

  • Definition und Berechnung

    Der Indikator "Elementarschäden" basiert analog zum Indiaktor 17.1 "Schadenaufwand in der Wohngebäudeversicherung" auf zwei Kenngrößen. Die Schadenhäufigkeit gibt an, wie viele Schadensfälle im Verhältnis zur Anzahl der Versicherten aufgetreten sind. Der Schadensatz hingegen beschreibt, wie groß die Summe der für Schäden geleisteten Zahlungen im Verhältnis zu den versicherten Werten in der erweiterten Elementarschadenversicherung ist.

    Für alle Zeitreihen erfolgt eine Trendberechnung nach der Methode des Umweltbundesamtes zum Monitoringbericht 2019 zur Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel, kurz "DAS - Methode" genannt. Die Entwicklung der Trends wird tabellarisch dargestellt. Zusätzlich wird die Veränderung über die Zeitreihe berechnet. Für eine kurze Einführung in die Trendberechnung steht ihnen die Seite zur Methodik im Serviceteil zur Verfügung.

    Literatur:

    GDV – Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (2021b): Serviceteil zum Natur gefahrenreport 2021. https://www.gdv.de/resource/blob/71296/ 4682dd50c4ffdedb048e56020213f35e/ download-serviceteil-naturgefahren-report-data.pdf (21.10.2021)

  • Zeitreihe und Trend

    Die Zeitreihe zeigt in den Jahren 2002 bis 2019 eine durchschnittliche Schadenshäufigkeit von rund 0,7 % und einen Schadenssatz von 0,05 ‰ auf.

    Bisher ergab der Signifikanztest nach der "DAS - Methode", dass kein signifikanter Trend zu erkennen ist, jedoch besteht eine leicht fallende Tendenz. Diese Tendenz lässt sich möglicherweise mit den generell trockeneren letzten Jahren in Verbindung bringen.

    Für die Schadenhäufigkeit wie auch für den Schadensatz sind einige Schwankungen in der Zeitreihe vorhanden. Vor allem 2008, 2011 und 2014 treten als extreme Jahre hervor, in denen die Schäden mit Starkregenereignissen und Überflutungen zusammenhängen. So kam es im Jahr 2014 zu großen Schäden durch das Sturmtief Ela, das während der Pfingsttage über weite Teile Nordrhein-Westfalens hinweg zog. In anderen Jahren wie 2012, 2015, 2017 und 2019 halten sich die Schäden hingegen in Grenzen. Es dürfte erwartbar sein, dass die Hochwasserkatastrophe vom Sommer 2021 als absolute Spitze in die Zeitreihe eingehen wird, sobald die Daten vorliegen und in die Zeitreihe eingehen können.

    Wohngebäudeversicherung
    Elementarschäden (2002-2019)
    TrendMittelwertÄnderung
    Schadenshäufigkeit in %kt0,69-
    Schadensatz in ‰kt0,05-
  • Legende Trendsymbole

    Trendbeschreibung

    kssteigender Trend
    kffallender Trend
    kuTrend mit Trendumkehr: zuerst fallend, dann steigend
    knTrend mit Trendumkehr: zuerst steigend, dann fallend
    kqfallender quadratischer Trend
    ktkein Trend

    Trendbewertung

    +s+f+u
    +n+q
    günstige Entwicklung
    -s-f-u
    -n-q
    ungünstige Entwicklung
    kskfku
    knkqkt
    keine Bewertung der Entwicklung möglich oder gleichzeitig günstige und ungünstige Entwicklungsaspekte vorhanden

     

  • Stärken des Indikators

  • Schwächen des Indikators

  • Weiterentwicklung des Indikators

  • Datenquellen / Ergänzungen

Jahr 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019
Wohngebäudeversicherung-Elementarschäden: Schadenhäufigkeit [%] 0,7 0,7 0,5 0,6 0,6 0,6 1 0,8 1 1,1 0,3 0,9 1,4 0,2 0,9 0,3 0,6 0,2
Wohngebäudeversicherung-Elementarschäden: Schadensatz [‰] 0,04 0,04 0,03 0,03 0,03 0,05 0,08 0,06 0,06 0,04 0,02 0,07 0,17 0,02 0,09 0,02 0,06 0,01