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18. Energiewirtschaft

Auch der Energiesektor ist anfällig für die Folgen des Klimawandels. Extremwetterereignisse beeinträchtigen beispielsweise Freileitungen, lange Hitzeperioden schränken die Verfügbarkeit von Kühlwasser für konventionelle Kraftwerke ein. Gerade in unserem industrie- und einwohnerstärksten Bundesland Nordrhein-Westfalen hat die Energieversorgungssicherheit einen sehr hohen Stellenwert.

Mögliche Auswirkungen des Klimawandels auf das Handlungsfeld

  • 18.a: Infrastrukturschäden durch Extremwetter

    Durch die veränderten klimatischen Bedingungen können häufiger Extremwettereignisse wie Stürme oder Starkregen auftreten. Insbesondere Freileitungen sind durch Extremereignisse wie Stürme oder Schneelasten gefährdet, Starkregenereignisse können zu Schäden an Schaltanlagen und Kabeln führen. Aber auch thermische Kraftwerke und weitere Infrastrukturen können beispielsweise durch Überschwemmungen bei Starkregen beeinträchtigt werden.

  • 18.b: Beeinträchtigung der Zuverlässigkeit der Energieversorgung und erhöhter Energiebedarf

    Insbesondere während Hitzeperioden kann es zu Einschränkungen der Kühlwasserverfügbarkeit kommen, da die Flüsse einen zu geringen Wasserstand aufweisen oder nicht weiter aufgeheizt werden dürfen. Auch bei Hochwasser kann es zu Einschränkungen bei der Kühlwasserentnahme kommen. Darüber hinaus können auch regenerative Erzeugungsanlagen durch den Klimawandel beeinträchtigt werden, beispielsweise Windenergieanlagen durch Abschaltung bei Sturm, Wasserkraftanlagen durch die saisonale Verschiebung der Niederschläge sowie Photovoltaikanlagen durch Schäden durch Hagelereignisse. Gleichzeitig wird sich der Energiebedarf vor allem im Sommer für Kühlzwecke erhöhen, während im Winter ein Rückgang des Energiebedarfs für Heizzwecke zu erwarten ist. Es wird aber insgesamt damit gerechnet, dass der Strombedarf zukünftig steigen wird, während der Primärenergieverbrauch voraussichtlich zurückgehen wird.