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9.8

Befall mit Eichenprozessionsspinnern

Hoher Bekämpfungsaufwand für Kommunen

Eichenprozessionsspinner-Vorkommen in Gemeinden und kreisfreien Städten in NRW im Zeitraum 2018-2020 (Datengrundlage: Wald und Holz NRW).

Datenstand 31.12.2020
Messgröße Anzahl der Kommunen mit Meldungen über den Befall mit Eichenprozessionsspinnern pro Jahr
Räumliche Abdeckung Nordrhein-Westfalen (NRW)
Datenquelle Landesbetrieb Wald und Holz NRW
Fortschreibungsturnus jährlich
DPSIR-Indikator Impact
  • Bezug zum Klimawandel

    Infolge des Klimawandels kann es zur Vermehrung von wärmeliebenden Tierarten kommen. In diesem Zusammenhang tritt der Eichenprozessionsspinner (EPS)  vermehrt auf. Bevorzugte Orte für ihre Eiablage sind Eichen an sonnenexponierten Lagen, etwa an Waldrändern, Übergangsbereichen zu Straßen und Siedlungen, in Parkanlagen und Gärten sowie an Sport- und Spielplätzen (Bräsicke 2013).

    Für die menschliche Gesundheit ist die Ausbreitung des EPS mit unangenehmen Folgen verbunden. Die Brennhaare von Eichenprozessionsspinnerraupen verursachen oft starken Juckreiz, Hautrötungen, Quaddeln, Allergien, Bindehautentzündungen, Bronchitis, Asthma oder Schwindel. 
     

    Literatur:

    Bräsike, Nadine (2013): Ökologische Schäden, Gesundheitliche Gefahren und Maßnahmen zur Eindämmung des Eichenprozessionsspinners im Forst und im urbanen Grün. Veranstaltung des Julius Kühn-Insitutes un ddes Bundesinstitutes für Risikoberwertung zum Thema "Prozessionsspinner 2012 - Fakten, Folgen, Strategien" Quedlingburg: Julius Kühn-Inst., Bundesforschungsinst. für Kulturpflanzen (Julius Kühn Archiv, 440). online verfügbar unter http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:gbv:3:2-68608 [13.07.2021].

  • Definition und Berechnung

    Seit dem Jahr 2018 erhebt der Landesbetrieb Wald und Holz über eine jährliche Befragung die Kommunen NRWs, in denen Eichenprozessionsspinner-Befälle auftraten. Als Messgröße kommt daher für den Indikator die Anzahl an Kommunen in NRW zum Einsatz, in denen ein Befall gemeldet wurde. Als Befall gilt dabei ein bloßes Vorkommen, Probleme oder durchgeführte Maßnahmen zur Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners.

  • Zeitreihe und Trend

    Der  Eichenprozessionsspinner beschäftigt viele Kommunen in NRW: Im Zeitraum 2018-2020 haben jeweils mehr als 100 Kommunen einen Befall gemeldet. Allerdings war die Beteiligung der Kommunen an der Befragung in den drei Jahre unterschiedlich hoch, so dass die Darstellung eher Stichprobencharakter hat. Da sich die Zeitreihe im Aufbau befindet, sind Aussagen zu Trends noch nicht möglich. Die Aussagekraft des Indikators wird sich erhöhen, wenn künftige Jahrgänge die Zeitreihe ergänzen.

    Anzahl Städte/Gemeinden
    (2018-2020)
    TrendMittelwertÄnderung
    mit EBS Befall-121-
    ohne EBS Befall-84-
    ohne Rückmeldung-191-
    Teilnehmerquote in %-52-
  • Legende Trendsymbole

    Trendbeschreibung

    kssteigender Trend
    kffallender Trend
    kuTrend mit Trendumkehr: zuerst fallend, dann steigend
    knTrend mit Trendumkehr: zuerst steigend, dann fallend
    kqfallender quadratischer Trend
    ktkein Trend

    Trendbewertung

    +s+f+u
    +n+q
    günstige Entwicklung
    -s-f-u
    -n-q
    ungünstige Entwicklung
    kskfku
    knkqkt
    keine Bewertung der Entwicklung möglich oder gleichzeitig günstige und ungünstige Entwicklungsaspekte vorhanden

     

  • Stärken des Indikators

  • Schwächen des Indikators

  • Weiterentwicklung des Indikators

  • Datenquellen / Ergänzungen

Handlungsfeld Menschliche Gesundheit

Jahr 2018 2019 2020
EPS-Befall 143 105 115
Kein EPS-Befall 141 54 56
Keine Rückmeldung 112 237 224