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7.2

Laub- und Mischwälder

Auf dem Weg hin zu klimastabilen Mischwäldern

Waldfläche in NRW differenziert nach den Bestockungstypen "Laub- und Mischwald" und "reiner Nadelwald" im Jahr 2014 in Hektar (ha) (Datengrundlage: Landeswaldinventur 2014).

Datenstand 2014
Messgröße Anteil reiner Laubwald, Laubwald mit Nadelbeimischung, Nadelwald mit Laubwaldbeimischung und Laub-/Nadel-Mischwald mit gleichen Anteilen, gegenüber reinem Nadelwald, Prozent bezogen auf die Bestockungsfläche in ha
Räumliche Abdeckung Nordrhein-Westfalen (NRW)
Datenquelle Landeswaldinventur 2014
Fortschreibungsturnus In Abständen von 10 Jahren
DPSIR-Indikator Response
  • Bezug zum Klimawandel

    Die klimatischen Veränderungen, wie etwa vermehrte Trockenheit und Hitze, verschlechtern in NRW insbesondere die Wuchsbedingungen für die Fichte. Diese zählt in NRW zu den Hauptbaumarten und wird meist in Reinbeständen angebaut. Entsprechend dem forstlichen Leitbild vielfältiger laubholzreicher Mischwälder, sowie dem naturschutzfachlichen Ziel zur Schaffung strukturreicher Wald-Lebensraumtypen (MULNV 2015, MULNV 2019), sollen Wälder zu standortgerechten Mischbeständen aus überwiegend heimischen Laubbaumarten umgebaut werden, um die Stabilität und die Anpassungsfähigkeit der heimischen Wälder auch gegenüber Klimaveränderungen weiter zu erhöhen. Somit kann der Umbau zu klimastabilen Laubmischwäldern einen wichtigen Beitrag zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels leisten.

    Literatur:

    Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MULNV) 2015: Wald und Waldmanagement im Klimawandel - Anpassungsstrategie für Nordrhein-Westfalen. www.wald-und-holz.nrw.de/fileadmin/Klimawandel/Dokumente/Broschuere_Klimaanpassungsstrategie_Wald_NRW.pdf [06.05.2021]

    Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MULNV) 2019: Waldbaukonzept Nordrhein-Westfalen. www.umwelt.nrw.de/fileadmin/redaktion/Broschueren/waldbaukonzept_nrw.pdf [06.05.2021]

  • Definition und Berechnung

    Der Indikator misst die Anteile der reinen Nadelwaldbestockung gegenüber der kumulierten Anteile an reiner Laubwald- und Mischwaldbestockung. Somit kann nachvollzogen werden, ob ein Waldumbau hin zu klimastabilen Mischwäldern als Reaktion auf den Klimawandel vollzogen wird. Die Daten basieren auf der Landeswaldinventur NRW 2014. 

  • Zeitreihe und Trend

    Im Jahr 2014 betrug in NRW die Gesamtwaldfläche 935.000 ha, davon waren 865.000 ha (92 %) mit Bäumen bestockt. Basierend auf dieser Bestockungsfläche waren rund 677,400 ha (78 %) Laub- oder Laubmischwälder und rund 187,300 ha (rund 22 %) reine Nadelwälder. Erst mit der Landeswaldinventur 2022 wird ein weiterer Datensatz verfügbar sein, mit dessen Hilfe Aussagen zur Entwicklung der Waldanteile möglich werden.

    Waldfläche
    in ha (2014)
    TrendMittelwertÄnderung
    Laub- und Mischwald 677.360-
    Nadelwald 187.268-
  • Legende Trendsymbole

    Trendbeschreibung

    kssteigender Trend
    kffallender Trend
    kuTrend mit Trendumkehr: zuerst fallend, dann steigend
    knTrend mit Trendumkehr: zuerst steigend, dann fallend
    kqfallender quadratischer Trend
    ktkein Trend

    Trendbewertung

    +s+f+u
    +n+q
    günstige Entwicklung
    -s-f-u
    -n-q
    ungünstige Entwicklung
    kskfku
    knkqkt
    keine Bewertung der Entwicklung möglich oder gleichzeitig günstige und ungünstige Entwicklungsaspekte vorhanden

     

  • Stärken des Indikators

  • Schwächen des Indikators

  • Weiterentwicklung des Indikators

  • Datenquellen / Ergänzungen

Handlungsfeld Wald und Forstwirtschaft

  Wald gesamt
Laub- und Mischwald 667360
reiner Nadelwald 187268